Schulkinder in jedem Alter müssen viel lernen und enorm viele Informationen aufnehmen. Das kann nur klappen, wenn man sich als Kind konzentrieren kann. Wenn dies schon so manchen Erwachsenen bei der heutigen Reizüberflutung schwer fällt, so ist leicht vorstellbar, dass sich Kinder noch leichter ablenken lassen.

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Grundschulkinder können sich 20 Minuten lang konzentrieren. Danach fällt es ihnen merklich schwerer, im Unterricht mitzumachen oder eine Schulaufgabe zu lösen. Doch mittlerweile haben verschiedene wissenschaftliche Studien (u.a. eine kürzlich erschienene Arbeit der TU München) festgestellt, dass sich die Konzentrationsfähigkeit von Kindern durch mehr Bewegung verbessern lassen kann.
Warum ist Bewegung für Kinder so wichtig?
Junge Babys strampeln, noch bevor sie reden können. Später krabbeln sie überall hin und, wenn sie älter sind, möchten Kinder am liebsten den ganzen Tag herum toben. Diese eingebaute Hingabe zur körperlichen Anstrengung kommt daher, dass sich durch Bewegung die motorischen Fähigkeiten erlernen lassen. Und dies wiederum führt dazu, dass sich neue Nervenverbindungen im Gehirn aufbauen. Die mentale Fitness wächst also quasi mit der physischen Aktivität mit. Doch damit nicht genug:
- Stärkung des Selbstbewusstseins: Wenn sich Kinder bewegen, erleben sie ein Gefühl für die eigenen Kräfte. Sie erlernen, ganz neue Situationen einzuschätzen und zu bewältigen.
- Die sozialen Fähigkeiten werden trainiert: Wenn Kinder gemeinsam Sport machen, entsteht Wettbewerb und es tauchen Konflikte auf. Da diese aber gemeinsam gelöst werden müssen, erlernen Kinder untereinander Fairness und Gemeinschaftsgefühl.
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Verbesserte Konzentrationsfähigkeit: Körperliche Fitness und Ausdauer erhöhen das Konzentrationsvermögen von Kindern.
Was besagen wissenschaftliche Studien zum Thema Kinder und Bewegung?
Mittlerweile gibt es ausreichend wissenschaftliche Belege dafür, dass Bewegung und die geistige Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen direkt miteinander verknüpft sind.
Schon 2012 hat eine finnische Studie festgestellt, dass motorisch geschickte Jugendliche tendenziell bessere Noten in der Schule haben. Adipöse, also übergewichtige Kinder dagegen schneiden schlechter ab.
Wissenschaftler an der University of Dundee in Schottland haben außerdem festgestellt, dass Jugendliche (mit 15 oder 16 Jahren) bessere Schulnoten haben, wenn sie früher (mit elf Jahren) häufiger körperlich aktiv waren.
Die erst in diesem Jahr veröffentlichte Studie der TU München (siehe oben) stellt den Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und Konzentrationsfähigkeit und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität dar. Dabei zeigte die Studie, an der 6533 Jungen und Mädchen teilnahmen, dass die Leistungen besser und Lebensqualität höher waren, je mehr sich die Kinder bewegten. Gleichzeitig schnitten übergewichtige Kinder deutlich schlechter ab als Kinder mit normalen Gewicht.
All das zeigt, dass Bewegung extrem wichtig ist und nicht vernachlässigt werden sollte und dass Sport bei Heranwachsenden die Bildungschancen enorm verbessern kann.
Sport für Kindern - Tipps für Eltern
- Zwei bis Drei Stunden täglich Bewegung: Besonders in den ersten zwölf Lebensjahren sollten sich Kinder viel bewegen. Angeraten werden 2 - 3 Stunden täglich.
- Probiere mit dem Kind verschiedene Sportarten in örtlichen Sportvereinen aus. Am besten ist es, wenn Kinder durch Ausprobieren eine Sportart finden, für die sie brennen, und die sie ganz von alleine machen.
- Sei ein gutes Vorbild. Kinder machen normalerweise das nach, was Eltern ihnen vorleben. Wenn man also selbst 3 Mal in der Woche joggen geht und damit entspannter und glücklicher ist, wird das Kind diesen Zusammenhang auch bemerken. Auch eignen sich gemeinsame sportliche Aktivitäten (z.B. eine gemeinsame Radtour oder ein Wander-Ausflug) dafür, mit gutem Bild voran zu gehen.
- Biete Kindern verschiedene Optionen. Du kannst verschiedene Sportgeräte für den eigenen Garten oder die eigene Wohnung ausprobieren (und damit meine ich nicht nur Fußballtore für draußen). So können Kinder unterschiedliche Dinge ausprobieren und antesten, was sie am liebsten machen. Das können auch ganz einfache Dinge sein, wie Jonglierbälle oder eine Strickleiter. Der Trick ist hierbei, den Kindern die Optionen zu bieten, damit sie selbst neue Sachen erkunden und sich motorisch ergründen.
Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Artikel weiterhelfen konnten.
Bis zum nächsten Mal,
dein Tobias,Gründer der Marke FussiStar
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